Bei den „Mannheimer Reden“ warnte die deutsch-amerikanische Politologin Cathryn Clüver Ashbrook vor einer gezielten Aushöhlung der Demokratie in den USA unter Donald Trump. Sie beschrieb, wie zentrale Prinzipien der amerikanischen Verfassung – Machtkontrolle, Gewaltenteilung und die Trennung von Kirche und Staat – unter Druck geraten seien. Entwicklungen wie der Einfluss evangelikaler Gruppen, Eingriffe ins Wahlrecht, neue Schulcurricula, einseitige Medienberichterstattung und das konservative „Project 2025“ deutete sie als Teil einer strategisch vorbereiteten Schwächung demokratischer Strukturen.
Als Gegenmittel nannte sie mehr politische Wachsamkeit, Transparenz bei der Parteienfinanzierung, stärkere Investitionen in Bildung und regionale Infrastruktur sowie persönliches Engagement jedes Einzelnen für die Demokratie. Die Veranstaltung erinnerte zugleich an den verstorbenen SRH-Vorstandsvorsitzenden Christof Hettich, der die „Mannheimer Reden“ 2017 mitbegründet hatte, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.
